Wilhelm Holzamer https://wilhelm-holzamer.de Literat aus Nieder-Olm Sat, 06 Jul 2024 18:50:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://wilhelm-holzamer.de/wp-content/uploads/cropped-wh_schnitt_-1-32x32.jpg Wilhelm Holzamer https://wilhelm-holzamer.de 32 32 LiteraturwegPlan https://wilhelm-holzamer.de/literaturwegplan/ Sat, 06 Jul 2024 18:34:00 +0000 https://wilhelm-holzamer.de/?p=320
LiteraturwegPlan2024
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Kindheitserleben in rheinhessischer Landschaft https://wilhelm-holzamer.de/kindheitserleben-in-rheinhessischer-landschaft/ Sun, 07 Nov 2021 23:02:22 +0000 https://wilhelm-holzamer.de/?p=247

Der Eulenmühle und ihren Wiesen“ widmete der am 28. März 1870 geborene Schriftsteller seinen Roman „Der arme Lukas“. Darin und in weiteren Texten verarbeitet er seine Jungenderlebnisse rund um die Selzwiesen. Am Modell seines Geburtsortes Nieder-Olm schildert Holzamer die kulturgeschichtliche Entwicklung Rheinhessens im späten 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt seiner Erzählungen stehen Menschen, für die der technische Fortschritt und der soziale Wandel infolge der Industrialisierung zum Schicksal wird. Die Autorin liest Texte aus Holzamers Romanen und ihrem Lesebuch zum Wilhelm Holzamer-Literaturweg „Rheinhessen erlesen“. Als Literaturwissenschaftlerin und Verlegerin widmet sie sich dem Werk des Schriftstellers.

  • Kurs-Nr. 15-201-901
  • Es liest: Dr. Katharina Weisrock
  • Termin: Sa, 20.11.2021, 19:00 Uhr
  • Ort: Nieder-Olm, Eulenmühle
  • Eintritt: 5,00 €
  • Rheinhessen liest– PDF Download
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Literaturwegbroschüre https://wilhelm-holzamer.de/literaturwegbroschuere/ Tue, 10 Mar 2020 20:47:33 +0000 https://wilhelm-holzamer.de/?p=109
LiteraturwegPlan2024

Katharina Weisrock,
Thomas G. Tempel
Wilhelm Holzamer-LIteraturweg
Nieder-Olm
Faltbroschüre mit Hülle
21,5, x 11,5 cm, 72 Seiten
Nieder-Olm 2013, 6,90 €
ISBN 978-3-941195-05-9

Inhalt:
Wilhelm Holzamer (1870-1907)
Vom literarischen Schauplatz zum Literaturweg
Selztal-Rundweg
Nest-Rundweg
Mühlen-Rundweg
Wingert-Rundweg
Karte der Rundwege

Bezugsadresse:
Verlag der Kulturwissenschaft
Dr. Katharina Weisrock
Uhlandstraße 2
55268 Nieder-Olm
kw@katharina-weisrock.de
+49 6136 752007

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Biographische Skizze Wilhelm Holzamers https://wilhelm-holzamer.de/biographische-skizze-wilhelm-holzamers/ Sun, 08 Mar 2020 12:43:50 +0000 https://wilhelm-holzamer.de/?p=100 Wilhelm Holzamer wird am 28. März 1870 in Nieder-Olm geboren, als erster Sohn des Sattlers Heinrich Holzamer (1843-1923) und seiner Frau Katharina, geb. Mayer (1848-1891).

Nur kurz wohnt die junge Familie in Holzamers Geburtshaus an der Pariser Straße. Mit den Brüdern Franz und Sebastian, sowie den Schwestern Apollonia und Franziska wächst er in einer schmalen Nebenstraße auf, die heute seinen Namen trägt. Zu seinen Geschwistern hat er zeitlebens ein enges Verhältnis. Die liebevolle Mutter Katharina stirb nur 43-jährig Jahren an Tuberkulose. Den Vater Heinrich beschreibt Holzamer als einen Mann mit schwierigem Charakter, der oft selbst seinem Glück im Wege stehe. Als Witwer lebt der Vater abwechselnd bei seinen Kindern in Berlin und Frankfurt. 

Wie der Großvater Andreas (1805-1883) soll Wilhelm Grundschullehrer werden um rasch eigenes Geld zu verdienen. Schon vor  Abschluss der Realschule schickt man ihn ins Lehrerseminar an die Bergstraße. Er wohnt dort im Haus des Seminarleiters. Getrennt von Geschwistern und Jugendfreunden erlebt er die Bensheimer Jahre als eine ‚tote Zeit’. 

Mit 19 Jahren tritt er seine erste Stelle an der Realschule in Heppenheim an. Dreizehn Jahre unterrichtet er an dieser Schule Deutsch, Musik und Zeichnen. Der junge Lehrer lebt bescheiden bürgerlich. 1893 heiratet er die Kaufmannstochter Marie Hamel (1870-1942). In neun Jahren werden ihnen sieben Kinder geboren (Ilse, Lilli, Wilhelm, Otto, Anna, Hans, Mathilde).  

Neben seinem Lehrerberuf baut er sich eine literarische Existenz auf. Holzamers erster Gedichtband erscheint 1892. Einzelne Gedichte und Erzählungen erscheinen fortlaufend in zahlreichen deutschen und österreichischen Zeitungen und Zeitschriften. Schnell erwirbt er sich einen Namen in der deutschsprachigen Literaturszene. Als Familienvater sucht er stetig nach Einkünften, die schnell und regelmäßig fließen sollen. Seine Romane verkauft er zum Vorabdruck an Literaturzeitschriften, bevor sie in Buchform erscheinen. 

1901 bestellt Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt und bei Rhein Holzamer für die erste Jugendstil-Ausstellung der Künstlerkolonie in Darmstadt. Auf der Mathildenhöhe arbeitet er mit einem der führenden Jugendstilkünstler, dem berühmten Wiener Architekten Joseph Maria Olbrich, zusammen. Holzamer übernimmt die literarische Leitung der Darmstädter Spiele. Für eine Spielzeit von vier Wochen plant er ein abwechslungsreiches literarisch-musikalisches Veranstaltungsprogramm begleitend zur ersten Jugendstil-Ausstellung. Zu seinen Aufgaben gehört auch das Engagement und die Betreuung der mitwirkenden Schauspieler und Musiker. Auf dem innovativen Programm der Spieleabende stehen Musikbeiträge, Gesang, Rezitationen und lyrische Szenen, die Holzamer selbst verfasst.

Lebensentscheidend wird die Darmstädter Zeit für Holzamer durch die Begegnung mit der Dessauer Hofschauspielerin Nina Carnegie Mardon (1873-1946), die er für die Darmstädter Spiele verpflichtet. Die große, blonde Engländerin, Tochter vermögender Londoner, wächst in Wales auf, besucht ein Internat in  Paris zieht mit ihrer Mutter nach Berlin, später Dresden, um Schauspielunterricht zu nehmen. Sie spricht akzentfrei Deutsch und spielt zehn Jahre lang weibliche Hauptrollen u.a. in Dresden, Meiningen, Mannheim und Dessau. Sie ist mehrsprachig, gebildet, gesellschaftlich gewandt, persönlich wie finanziell unabhängig und eine aktive Verfechterin der Frauenrechte. Das Interesse, das Holzamer und Mardon  aneinander finden, wird von einem tiefen gegenseitigen Verstehen getragen. Nach Abschluß des Darmstädter Projekts verarbeitet Holzamer seine anhaltende Neigung für Nina Mardon zunächst literarisch in Liebesgedichten und Frauenromanen. Spätestens mit Erscheinen dieser Bände wird die öffentliche Inszenierung seiner neuen Liebe mit seinem Familienleben unvereinbar. Der gesellschaftliche Druck wächst, in Heppenheim wie in Darmstadt, wo man ihm Anfang 1902 die Stelle des Kabinettsbibliothekars anbietet. Man rät ihm, durch eine vorübergehende räumliche Distanzierung wieder zu sich selbst zu finden. Im Herbst 1902 entschließt er sich zu einer zweimonatigen Reise nach Paris, der Stadt, in der sein Bruder Sebastian als Schneider lebt. Doch auch in Paris löst sich sein seelischer Konflikt nicht. Auf dem geplanten Rückweg nach Heppenheim erleidet einen Nervenzusammenbruch und flieht zurück nach Paris. Nach Ende ihres Engagements in Dessau verlässt  Nina die Bühne dauerhaft und folgt ihm nach Paris. Die Rückkehr nach Darmstadt als Bibliothekar stehen Holzamer offen. Bedingung dafür wäre – für ihn bereits undenkbar – die Trennung von Nina. Die anhaltende Unterstützung des Großherzogs gerät zeitweise in Gefahr, da man seine Lebensweise in Darmstadt zunehmend kritisch beurteilt. Es ist Joseph Maria Olbrich, der sich für ihn beim Großherzog einsetzt.

In Paris arbeitet Holzamer an mehreren Romane und überarbeitet sein Drama Um die Zukunft. Unermüdlich schreibt er daneben Feuilletons, Kritiken und Korrespondentenberichte für die Frankfurter Zeitung und für deutsche Zeitschriften. Seine produktiven Schaffensphasen werden von seelischen und körperlichen Leiden gehemmt. Geldsorgen bestimmen seinen Alltag. Er lebt nur von seinen Zeitungshonoraren, und die Unterstützung des Großherzogs gehen direkt nach Heppenheim. Holzamers erste Sorge für seine Kinder ist es, ihnen eine gute Schulausbildung zu ermöglichen. Die ältesten Töchter Ilse und Lilly besuchen eine Internatsschule in Karlsruhe. Ein Teil der Kosten dafür wird durch ein Stipendium des Großherzogs gedeckt. Günstiger könnten die Mädchen in Paris leben, dort eine staatliche Schule besuchen und von ihrem Vater in Deutsch unterrichtet werden. Im Sommer 1904 lässt Marie Holzamer beide zu ihrem Vater nach Frankreich ziehen. 

Nach dreijährigem Aufenthalt in Frankreich will Holzamer endlich ganz nach Deutschland zurückkehren. Dass er Nina nicht heiraten kann, weil Marie ihm die Scheidung verweigert, engt seine Ortswahl stark ein. Eine Lebensperspektive bietet ihm einzig die Großstadt Berlin. Im Herbst 1905 übersiedelt die Pariser Familie in die ungeliebte preußische Hauptstadt. Auch die ältesten Söhne Wilhelm und Otto können nach einem Sommeraufenthalt in Frankreich mit nach Berlin-Wilmersdorf ziehen. 

Zum Jahreswechsel entsteht Holzamers bekanntester Roman Vor Jahr und Tag. Die Zeitschrift Daheim zahlt für den Vorabdruck eine besonders stolze Summe. Mit der Aussicht auf diesen Geldsegen leistet sich die Familie eine mehrwöchige Urlaubsreise auf die dänische Ostseeinsel Bornholm. Nach erholsamen Tagen erkrankt dort Sohn Otto an Diphtherie. Holzamer, geschwächt durch lange Zeiten der Überarbeitung und vorausgegangene Infekte, steckt sich bei der Krankenpflege an. Mitte August kehrt er krank nach Berlin zurück. Am 28. August 1907 stirbt Wilhelm Holzamer in einem Berliner Krankenhaus infolge der Diphtherie an Herzversagen. 

Nach einer Trauerfeier mit Freunden und Familie in Berlin wird Holzamers Sarg nach Jena überführt und dort eingeäschert. Das mit ihm befreundete Verlegerehepaar Diederichs hat eine Trauerfeier mit Schriftstellerfreunden ausgerichtet. Die vier Kinder Holzamers bleiben bis zum Sommer 1908 bei Nina in Berlin. Sie sichtet Holzamers Nachlass, korrespondiert mit Schriftstellern und Verlegern und gibt bis 1912 vier Bände aus dem Nachlass heraus, darunter den Roman Der Entgleiste. 1919 heiratet Nina Mardon den langjährigen Rechtanwalt und Freund Holzamers, Justizrat Viktor Max Fraenkl. 1935 emigriert sie mit ihm in die Schweiz, wo sie 1946 stirbt. 

Bis 1937 bleibt die Urne Holzamers im Besitz seines Bruders Franz in Berlin, der sich dann seiner Heimatgemeinde Nieder-Olm übergibt. Die zugesagte Beisetzung an einem würdigen Ort, bleibt aus. Nach dem Krieg holen die Kinder die Urne ihres Vaters nach Heppenheim und bestatten sie im Familiengrab neben ihrer 1942 verstorbenen Mutter Marie. Eine Gedenktafel des Bildhauers Heinz Müller-Olm befindet sich über seinem Grab.

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Familienangehörige Wilhelm Holzamers https://wilhelm-holzamer.de/familienangehoerige-wilhelm-holzamers/ Sun, 08 Mar 2020 12:31:34 +0000 https://wilhelm-holzamer.de/?p=97 Jakob Mayer, (1813 Nieder-Olm -) • Großvater • Tagelöhner, Feldschütz 

Elisabeth Mayer, geb. Rouard (1802 Bad Dürkheim – 15.2.1887 Nieder-Olm)
• Großmutter • Modell der ‚alten Lisbeth’ 

Andreas Holzamer (1.8.1805 Heusenstamm – 1.7.1883 Nieder-Olm) • Großvater • Demokrat, Lehrer, Organist, Mitgründer und Dirigent Männergesangverein 1842 • Modell des ‚Andreas Krafft’ 

Barbara Holzamer, geb. Mayer (- Bingen) • Großmutter • lebt als Witwe bei Tochter Barbara in Bingen 

Heinrich Georg Holzamer (6.6.1842 Oppenheim – 9.3.1923 Frankfurt) • Vater • Sattlermeister in Nieder-Olm • lebt als Witwer bei seinen Kindern in Berlin und Frankfurt 

Barbara Holzamer (6.8.1948 Nieder-Olm – 189? Bingen) • Lieblingstante • Lehrerin, Pianistin 

Katharina Holzamer, geb. Mayer (25.5.1840 Nieder-Olm – 30.12.1891 Nieder-Olm) • Mutter • fünf Kinder, stirbt an Lungentuberkulose • Modell der Mutter in Der arme Lukas 

Wilhelm Holzamer (28.3.1870 Nieder-Olm – 28.8.1907 Berlin) • Lehrer, Schriftsteller, Kulturkritiker • verh. mit Marie Hamel, sieben Kinder • lebt in Nieder-Olm, Bensheim, Heppenheim a.d.B., Paris und Berlin 

Franz Holzamer (1.10.1872 Nieder-Olm – 29.5.1945 Berlin) • Bruder • verh. mit Hedwig Kramer ( -1961), eine Tochter  • Innenausstatter, Sattler-Innungsmeister, Berlin • 1921-24 Mitglied Preußischer Landtag, 1924-32 Mitglied Reichstag 

Apolonia Holzamer (11.2.1876 Nieder-Olm – Frankfurt) • Schwester • verheiratet mit Schneidermeister Müller in Frankfurt, vier Kinder 

Sebastian Holzamer (28.3.1878 Nieder-Olm – 17.12.1936 Frankfurt) • Bruder
• Schneidermeister in Paris, heiratet eine Französin, drei Kinder • ab 1914 interniert im Lager Le Verbet/Pyrenäen, nach 1918 Rückkehr nach Frankfurt 

Franziska Holzamer (6.10.1880 Nieder-Olm – 4.5.1965 Villeurbanne) • Schwester
• Krankenschwester • 1. Heirat im Juli 1914, ihr Mann fällt am ersten Kriegstag
• 2. Heirat Marcel Gobin (1872 – 1964), Maler, keine Kinder • lebt in Paris, Berlin und Villeurbanne/Frankreich 

Marie Holzamer geb. Hamel (3.4.1870 Heppenheim – 17.3.1943 Heppenheim)
• Ehefrau • sieben Kinder 

Ilse Monjé geb. Holzamer (5.11.1894 Heppenheim – 21.6.1924) • Tochter
• Schulverwalterin, verh. mit Robert Monjé, Bad Nauheim, stirbt an Diphterie 

Lilly Handschuch geb. Holzamer (20.12.1895 Heppenheim – 1.1.1990 Worms) • Tochter • Lehrerin in Offenbach, verh. mit Ernst Handschuch, Schriftsteller 

Wilhelm Holzamer (30.12.1896 -9.12.1985) • Sohn • Chemiker, Reg.Rat im Patent-Amt, München • zwei Töchter

Otto Holzamer (7.3.1898 -26.10.1980) • Sohn • Offizier, Bürgermeister in Heppenheim 1948 – 54 • zwei Kinder

Anna Wampfler geb. Holzamer (3.7.1899 Heppenheim -12.10.1996 New York) • Tochter • verh. mit Weißbinder Wampfler, New York 

Hans Holzamer (30.1.1901 Heppenheim – vermisst seit 1945) • Sohn • Lehrer, Mundartdichter, Festspielleiter, verh. mit  NN • zwei Söhne 

Mathilde (22.7.1902 Heppenheim -2.8.1996 Heppenheim) • Tochter • Angestellte, ledig 

Nina Carnegie Mardon (29.10.1873 Sutton/Großraum London -1946 Locarno/Schweiz) • Lebensgefährtin • lebt ab März 1903 mit WH in Paris und Berlin • Frauenrechtlerin • 1893 -1903 Hofschauspielerin u.a. in Dresden, Meiningen, Mannheim, Dessau • Sommer 1901 Darmstädter Spiele • Herausgeberin seiner nachgelassenen Werke • verh. ab 1919 mit Justizrat Viktor Fraenkl, Berlin • Januar 1935 Emigration in die Schweiz 

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Publikationen in Zeitschriften https://wilhelm-holzamer.de/publikationen-in-zeitschriften/ Sun, 08 Mar 2020 12:19:18 +0000 https://wilhelm-holzamer.de/?p=93 Ab 1893 veröffentlicht Holzamer Gedichte, Erzählungen, Romane, Buchbesprechungen, Kunstkritiken und Essays in mehr als 50 literarischen Zeitschriften und kulturellen Zeitungsbeilagen. Durch deren überregionale Verbreitung und hohe Auflagenzahlen wird er einem breiten literarisch interessierten Publikum bekannt. 

Vor der Buchausgabe erscheint u.a. Peter Nockler in drei Zeitschriften als Fortsetzung, die Seenovelle Die Sturmfrau in der Beilage der Berliner Zeitung Der Tag und der Roman Vor Jahr und Tag in der Familienzeitschrift Daheim

Nachgewiesene Publikationsorgane mit Jahrgängen in Auswahl: 

• Beilage zur Allgemeine Zeitung, München, 1902
• Anhaltisches Tageblatt, Dessau, 1907
• Belletristisches Journal, New York, 1893
• Neue Bremer Sonntagshefte, Bremen, 1897
• Daheim. Illustriertes Familienblatt, Berlin, 1907, 1908
• Frankfurter Zeitung, Frankfurt, 1902, 1903, 1904, 1905
• Freistatt, München, 1903, 1904, 1905
• General-Anzeiger, Hamburg-Altona, 1907
• Die Gesellschaft, Münchner Halbmonatsschrift für Kunst und Kultur, Dresden, Leipzig 1894, 1895,1899, 1900
• Jugend, illustrierte Zeitschrift, München, 1898, 1899, 1900, 1901
• Kunst und Künstler, illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe, Berlin, 1902, 1904, 1905, 1907
• Der Kunstwart, München, 1899
• Die Literatur. Monatsschrift für Literaturfreunde, Stuttgart/Berlin, 1902
• Das literarische Echo, Berlin, 1900, 1902, 1906, 1911, 1912
• Der Lotse, Hamburgische Wochenschrift, Hamburg, 1901, 1902
• Moderní revue, Prag, 1897 
• Monatsblätter der Breslauer Dichterschule, Breslau, 1899
• Das Narrenschiff. Berliner illustrierte Wochenschrift, Berlin, 1898
• Neue Bahnen. Zeitschrift für Kunst und öffentliches Leben, Wien, 1902
• Die Neue Welt. Illustriertes Unterhaltungsblatt, Berlin, 1901, 1902, 1904, 1906, 1908, 1909, 1913
• Neuland. Monatsschrift für Politik, Wissenschaft, Literatur und Kunst, Berlin, 1897, 1898
• Pan, Berlin, 1896, 1897, 1898, 1899, 1900
• Die Rheinlande, Düsseldorf, 1900, 1901
• Poetische Flugblätter, Wien, 1901
• Deutsche Roman-Bibliothek, Stuttgart und Leipzig 1901
• Romanwelt, Stuttgart , 1898/99, 1900
• Simplicissimus. Illustrierte Wochenschrift, München, 1902
• Südwestdeutsche Rundschau, 1901, 1902
• Der Tag, Berlin, 1901, 1903, 1906
• Das Theater. Blatt für neuere Bestrebungen der Bühne, Berlin, 1903/04
• VerSacrum. Organ der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Wien, 1898
• Vorwärts. Unterhaltungsblatt, Berlin, 1905, 1906
• Welt und Haus, Leipzig, 1904, 1905
• Westermanns Monatshefte, Braunschweig, 1903, 1910
• Die Woche. Moderne illustrierte Zeitschrift, Berlin, 1903, 1906 

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Erstausgaben https://wilhelm-holzamer.de/erstausgaben/ Sun, 08 Mar 2020 12:08:05 +0000 https://wilhelm-holzamer.de/?p=91 Holzamers frühe Sammelbände enthalten Gedichte und Erzählungen, die teilweise zuvor in Zeitschriften erschienen sind. Um 1900 liegen Buchauflagen meist bei 1.000 Exemplaren. Holzamers Bücher kommen selten über eine zweite oder dritte Auflage hinaus. Mit sieben Auflagen bis 1926 ist Peter Nockler sein auflagenstärkstes Buch. 

Holzamers Erstausgaben erscheinen bei renommierten Literaturverlagen: 

Meine Lieder. Gedichte, Ernst Ackermann, Konstanz 1892 • Zum Licht!. Gedichte, Schuster & Loeffler, Berlin 1897 • Auf staubigen Strassen. Skizzen, Schuster & Loeffler, Berlin 1898 • Spiele. Mit Zeichnungen von Joseph Maria Olbrich, Eugen Diederichs, Leipzig 1901 • Im Dorf und Draussen. Neue Novellen, Eugen Diederichs, Leipzig 1901 • Die Siegesallee. Kunstbriefe an den deutschen Michel, Eugen Diederichs, Leipzig 1902 • Peter Nockler. Die Geschichte eines Schneiders. Roman, Hermann Seemann Nachfolger, Leipzig 1902 • Der arme Lukas. Geschichte in der Dämmerung. Roman, Hermann Seemann Nachfolger, Leipzig 1902 • Der heilige Sebastian. Roman eines Priesters, Hermann Seemann Nachfolger, Leipzig 1902 • Die Sturmfrau. Eine Seenovelle, Hermann Seemann Nachfolger, Leipzig 1902 • Carnesie Colonna. Phantasien, Hermann Seemann Nachfolger, Leipzig 1902 • Inge. Ein Frauenleben. Roman, Hermann Seemann Nachfolger, Leipzig 1903 • Ellida Solstratten. Roman, Hermann Seemann Nachfolger, Berlin/Leipzig 1904 • Andreas Krafft. Drama in drei Akten, S. Fischer Verlag, Berlin 1904 • Conrad Ferdinand Meyer. Monographie, Schuster & Loeffler, Berlin 1905 • Am Fenster und andere Erzählungen, Max Hesse Verlag, Leipzig 1905 • Im Wandern und Werden. Kritische Randbemerkungen, Wiegandt & Grieben, Berlin 1905 • Hessen. 45 Ansichten nach der Natur aufgenommen, Carl Neuland, Frankfurt/Main 1905 • Um die Zukunft. Drama in drei Akten, Egon Fleischel & Co., Berlin 1906 • Heinrich Heine. Monographie, Schuster & Loeffler, Berlin 1906 • Vor Jahr und Tag. Roman, Egon Fleischel & Co., Berlin 1908 • Der Held und andere Novellen, Reclam Verlag, Leipzig 1910 • Der Entgleiste. Roman in zwei Bänden, Egon Fleischel & Co., Berlin 1910 • Pendelschläge. Geschichten und Legenden, Egon Fleischel & Co., Berlin 1912 • Gedichte, Egon Fleischel & Co., Berlin 1912 • Pariser Erzählungen, Egon Fleischel & Co., Berlin 1912 • Der Jungbrunnen. Libretto zu einer Oper von Bernhard Schuster, Schuster & Loeffler, Berlin 1915 

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Schauplatz Nieder-Olm https://wilhelm-holzamer.de/schauplatz-nieder-olm/ Sun, 08 Mar 2020 12:02:29 +0000 https://wilhelm-holzamer.de/?p=88 In seinen Dorfgeschichten und Romanen verarbeitet Holzamer vielfältig autobiographische Motive. Seine Kindheit verlebt er mit vier Geschwistern und Spielkameraden in seinem Geburtsort. Ihre Spielplätze werden zu literarischen Schauplätzen. Die Paradiese der Kindheit, die in der Erinnerung als Orte ursprünglicher Geborgenheit und Ganzheit erscheinen, komponiert er aus Versatzstücken der landschaftlichen Umgebung Nieder-Olms:

Eulenmühle, Wiesenmühle, die ‚Wirtschaft zur schöne Aussicht’, Kirchen, Friedhof, Bauerngärten, Felder und die Selz mit ihren Wiesen liefern die Töne zu seiner Erinnerungsmelodie. Holzamers Bild seiner Heimatregion, die er als junger Mensch verlässt, schließt die Erinnerungen vorangegangener Generationen mit ein. Seine Erzählungen spiegeln so ein Stück Regionalgeschichte des 19. Jahrhunderts. 

Ganz oder teilweise in Nieder-Olm spielen: 

Am Fenster. Erzählung • Das Gesangsfest. Erzählung • Das Kind. Novelle • Der alte Musikant. Erzählung • Der lange Hahn. Erzählung • Der Veitstanz. Erzählung • Der Schmied-Baron. Novelle • Die Armenbank. Romanfragment • Die Freite. Erzählung • Grossmutter. Novelle • Herbst. Novelle • Hochsommerglück. Skizze • Luls. Romanfragment • Meisterstolz. Erzählung • Pfarrers Käthchen. Erzählung • Der alte Musikant. Erzählung • Sein letztes Hochamt. Erzählung • Peter Nockler. Geschichte eines Schneiders. Roman • Der arme Lukas. Geschichte in der Dämmerung. Roman • Der heilige Sebastian. Roman eines Priesters • Der Entgleiste. Roman • Um die Zukunft. Drama in drei Akten • Vor Jahr und Tag. Roman • Weihnacht ohne Baum. Erzählung 

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Briefwechsel Wilhelm Holzamers https://wilhelm-holzamer.de/briefwechsel-wilhelm-holzamers/ Sun, 08 Mar 2020 11:58:50 +0000 https://wilhelm-holzamer.de/?p=86 Holzamer nutzt die Briefform als Kommunikationsmittel zum privaten Austausch mit Familienangehörigen und Freunden und zum Aufbau literarischer Netzwerke mit Schriftstellerkollegen, Komponisten, Redakteuren und Verlegern. Seine Briefwechsel 

dienen der wechselseitigen Anerkennung und Förderung und der Suche nach Beschäftigung-, Publikations- und Verdienstmöglichkeiten. Sie belegen Holzamers starke Vernetzung in der zeitgenössischen Literatur- und Kunstszene. Zu finden sind Briefe Holzamers in seinem Nachlass und in Nachlässen seiner Briefpartner. Diese befinden sich in Universitätsbibliotheken, Landes-und Staatsarchiven und Privatbeständen in: 

Berlin • Braunschweig • Darmstadt • Dortmund • Dresden • Frankfurt • Gießen • Hamburg • Heppenheim • Kiel • Marbach • München • New York • Nieder-Olm • Weimar • Wien • Wiesbaden. 

Holzamers Briefe geben Einblick in seine Absichten, Gedanken und Gefühle.
Wem er einmal Vertrauen schenkt, dem offenbarte er sich vorbehaltlos.
Gegenüber der Schriftstellerin Helene Voigt-Diederichs drückt Holzamer seine Gedanken und seelischen Befindlichkeiten am unmittelbarsten aus. Umfängliche Selbstzeugnisse liefern auch seine Briefwechsel mit den Schriftstellern Gustav Falke und Cäsar Flaischlen und dem Verleger Eugen Diederichs. 

Günter Heinemann nimmt 1951 mit Voigt-Diederichs in Jena Kontakt auf. Sie überlässt ihm Briefabschriften zur Auswertung für seine Doktorarbeit. Ihr Briefwechsel von 1951-56 befinden sich im WH-Archiv. 

Im Herbst 1934 schickt Nina Mardon die Briefe Voigt-Diederichs an sie zurück. Nach deren Tod gelangt der vollständige Briefwechsel Holzamer/Mardon/Voigt-Diederichs nach Kiel. 

2012 belegt der Fund von 23 Holzamerbriefen (1901-07) in einem  amerikanischen Zweig-Teilnachlass die Freundschaft Holzamers mit dem österreichischen Schriftsteller Stefan Zweig. Sie treffen sich mehrfach, u.a. in Darmstadt, Frankfurt, Paris und Berlin. 

Etliche Briefwechsel Holzamers, wie der mit dem seit 1901 in Darmstadt lebenden Wiener Jugendstil-Architekten Joseph Maria Olbrich, sind noch unentdeckt oder verloren. Durch Kriegsbrände in Darmstadt vernichtet wurden Unterlagen und Korrespondenzen aus Holzamers Wirkungszeit auf der Mathildenhöhe. 

Nachgewiesen sind Briefwechsel mit:

Hermann Bahr • Alfred Bock • Michael Georg Conrad • Richard Dehmel • Eugen Diederichs • Emil Faktor • Gustav Falke • Cäsar Flaischlen • Oskar Grohé • August Halm • Heinrich Hart • Julius Hart • Karl Henckel • Ludwig Jacobowski • Wilhelm Jordan • Detlef Liliencron • Wilhelm Mauke • Elisabeth Mentzel • Christian Ferdinand Morawe • Christian Morgenstern • Alexander Neidhardt • Friedrich Werner van Oesteren • Wilhelm Raabe • Richard Scheid • Wilhelm von Scholz • Bernhard Schuster • Helene Voigt-Diederichs • Herwarth Walden • Richard Wenz • Jean Paul Wittko • Stefan Zweig 

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Büsten von Wilhelm Holzamer https://wilhelm-holzamer.de/buesten-von-wilhelm-holzamer/ Sun, 08 Mar 2020 11:52:14 +0000 https://wilhelm-holzamer.de/?p=84 Der Berliner Bildhauer August Kraus modelliert 1908 die erste bekannte Holzamer-Büste. Franz Holzamer findet sie „etwas zu biedermeierlich gehalten“ aber „im großen und ganzen zutreffen.“ 

Der Münchner Bildhauer Heinz Müller, der sich später Müller-Olm nennt, gestaltet 1930 zu Holzamers 60. Geburtstag eine Gedenkplatte für sein Geburtshaus und eine Büste. Diese wird lange Jahre im Nieder-Olmer Rathaus aufbewahrt und anläßlich des 30. Todestages 1937 erwähnt. Ihr jetziger Verbleib ist unbekannt. 

Zu Holzamers 100. Geburtstag fertigt Heinz Müller-Olm eine weitere Büste an.
Sie befindet sich als Dauerleihgabe von Hanneli Müller im Wilhelm Holzamer-Archiv, Nieder-Olm. 

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